Der junge italienische Pianist erregt seit einigen Jahren aufgrund seiner künstlerischen Persönlickeit nicht nur die Aufmerksamkeit bedeutender Kollegen, sondern findet auch international bei Publikum und Kritik Anerkennung durch die Originalität und gedankliche Tiefe seiner Interpretationen, die ihn neben selbstverständlicher technischer Virtuosität, raffinierter Klanggebung und sensibler Gestaltung auszeichnen.

Der 1975 in Latina (Italien) geborene Prosseda studierte an der Accademia Pianistica „Incontri col Maestro“ in Imola bei  Lonquich, Petrushansky und Franco Scala, wo er auch sein Diplom machte. Anschließend arbeitete er an der International Piano Foundation in Cadenabbia und in Sermoneta u.a. mit Bashkirov, Leon Fleisher, Charles Rosen, Karl Ulrich Schnabel, Fou T’song.

Er war Preisträger verschiedener internationaler Klavierbewerbe (u.a. „U.Micheli“ in Mailand, „Franz Schubert“- Wettbewerb in Dortmund, „A. Casagrande“ Competition in Terni und „W.A.Mozart“-Wettbewerb in Salzburg).

Anschließend gab er Konzerte in vielen Ländern Europas, in Nord-und Südamerika, Asien und Australien.

Zu seinen Auftritten in letzter Zeit zählen z.B. Konzerte an der Mailänder Scala und in der Sala Verdi, Mailand, in der Londoner Wigmore Hall, der Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Moscow Philharmonic Hall, Shanghai Oriental Arts Centre  sowie bei bedeutenden Festivals: Kuhmo Chamber Music Festival, Maggio Musicale Fiorentino, Festival Pianistico di Bergamo, Settembre Musica, Festival Pontino,  Mozart Festival Washington, Int. Piano Festival Istanbul, Int. Piano Festival Mexico City, Triennale Köln und der  Biennale di Venezia.

Er konzertierte mit internationalen Orchestern wie der Filarmonica della Scala, Orchestra Santa Cecilia, Philharmonie der Nationen, Filarmonica di Torino,  Ensemble Oriol, Mozarteum Orchester Salzburg, Wiener Kammerorchester, Bochumer Philharmomoniker, Berliner Symphoniker und arbeitet mit Dirigenten wie George Pehlivanian, Dennis Russel Davies, Justus Frantz, Steven Sloane, Lior Shambadal.


In Prossedas Diskografie finden sich neben seinen beiden Einspielungen mit unbekannten Klavierwerken von Mendelssohn, u.a. eine CD/DVD mit Werken von Chopin und eine DVD mit Werken von Mozart, Chopin und Schubert und Gesamtaufnahmen des Klavierwerks von Muzio Clementi sowie der zeitgenösssichen italienischen Komponisten Petrassi und Dallapiccola.
Im Herbst 2007 wird bei DECCA seine jüngste CD mit Solowerken von Frédéric Chopin erscheinen.

Daneben gab er Kurse und Meisterklassen an der Georgetwon University Washington, der Pepperdine University Los Angeles, British Columbia University Vancouver und dem Xing Hai Conservatory Kanton.

In jüngster Zeit findet der ausgewiesene Mendelssohn-Kenner auch darüber hinaus wegen seiner Ur- und Erstaufführungen bzw. der Ersteinspielung wiederentdeckter, teils gänzlich unbekannter oder noch unveröffentlichter Klavierwerke von Felix Mendelssohn-Bartholdy starkes internationales Interesse.

Die Wieder- bzw. Neuentdeckung dieser Stücke, die, zusammen mit weiteren Kammermusik- und Orchesterwerken, vergessen oder unbekannt in Archiven lagen, die während des zweiten Weltkrieges z.B. nach Krakau ausgelagert oder später in Ostberlin unzugänglich waren, wurde erst in den letzten Jahren nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs bzw. der Berliner Mauer möglich.

Im Rahmen seiner intensiven Beschäftigung mit dem unbekannten oder vergessenen Klavierwerk Mendelssohns hat Roberto Prosseda 2005 auf einer ersten CD „Mendelssohn Discoveries“  kaum bekannte oder selten gespielte Kompositionen  vorgestellt.
Im April 2006 erschien die zweite CD „Mendelssohn Rarities“ mit Welt-Ersteinspielungen von bisher noch unveröffentlichten Werken.

Gleichzeitig startete er seinen international und auf mehrere Jahre angelegten Konzertzyklus “MENDELSSOHN DISCOVERIES“, der das unbekannte Klavierwerk  Mendelssohns in Europa und Amerika präsentiert.

Mit je einem Konzert im Gewandhaus Leipzig (‚Mendelssohn Tage') und im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin begann im Herbst 2006 eine weitere Serie von Ur- bzw. Erstaufführungen,  die ihn u.a. auch nach Rom, Mailand, London, Toronto, New York und St. Petersburg führte bzw. führen wird.

Die Uraufführung des aus der Original-Handschrift rekonstruierten und zum dreisätzigen Werk vervollständigten Fragmentes des  Klavierkonzerts in e-moll von 1842/44 mit den Berliner Symphonikern unter Lior Shambadal in der Berliner Philharmonie sowie die anschließende Italien-Tournee mit der Uraufführungsbesetzung war im Frühjahr 2007 der vorläufige Höhepunkt dieses Konzert-Zyklus.

Im Januar 2009 wird Prosseda das Werk mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly für DECCA einspielen.